Wacker Chemie Aktie: F&E-Aktivitäten im Fokus
Der Münchner Chemiekonzern prognostiziert für 2025 eine Umsatzsteigerung auf bis zu 6,4 Milliarden Euro, gestützt durch robuste Nachfrage bei Silikon und Halbleiter-Polysilizium.

- Gewinnprognose zwischen 700-900 Millionen Euro
- Silikon und Halbleiter als Wachstumsmotoren
- Erholung nach schwachem Vorjahr
- Effizienzsteigerung als Strategieschwerpunkt
Die Wacker Chemie AG rechnet für das laufende Jahr 2025 mit einem Umsatzanstieg auf 6,1 bis 6,4 Milliarden Euro. Die Aktie des Chemiekonzerns schloss am Dienstag bei 74,98 Euro und verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen einen Rückgang von 6,90 Prozent, während sie auf Monatssicht um 8,42 Prozent zulegen konnte. Das Unternehmen prognostiziert für 2025 ein EBITDA zwischen 700 und 900 Millionen Euro, wobei insbesondere die Segmente Silikone und Halbleiter-Polysilizium als Wachstumstreiber identifiziert wurden. CEO Christian Hartel betont die anhaltend starke Nachfrage in diesen Bereichen, weist jedoch auf eine differenzierte Entwicklung in den einzelnen Marktsegmenten hin, bedingt durch das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 musste Wacker Chemie einen Rückgang des EBITDA um 7 Prozent auf 770 Millionen Euro hinnehmen. Diese Entwicklung resultierte aus niedrigeren Preisen, reduzierten Verkaufsvolumina – insbesondere beim Polysilizium für die Solarindustrie – sowie erhöhten Energiekosten in Deutschland. Trotz dieser Herausforderungen übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen, die bei 753,1 Millionen Euro gelegen hatten. Die vorläufigen Umsatzerlöse beliefen sich auf 5,72 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Branchenherausforderungen und strategische Anpassungen
Die gesamte Chemiebranche kämpft aktuell mit erheblichen Herausforderungen. Eine schwache Kundennachfrage, besonders in den Bereichen Bau und Automobilindustrie, sowie anhaltend hohe Energiepreise belasten die Geschäftsentwicklung. Der deutliche Abstand von 35,36 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 116,00 Euro (April 2024) verdeutlicht die herausfordernde Marktsituation. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Produktionskosten und die Preisgestaltung aus.
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Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt Wacker Chemie verstärkt auf Effizienzsteigerungen und gezielte Investitionen in zukunftsträchtige Technologien. Die strategische Fokussierung auf hochwertige Silikonprodukte und spezialisierte Polysiliziumprodukte soll das Wachstum in diesen Segmenten weiter fördern. Bemerkenswert ist die Resilienz im Segment des Halbleiter-Polysiliziums, das trotz der allgemeinen Marktschwächen solide Leistungen erbringt und als wichtiger Wachstumstreiber für die kommenden Jahre identifiziert wurde.
Finanzielle Stabilität trotz volatiler Marktbedingungen
Trotz der aktuellen Marktschwankungen – die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 48,21 Prozent – zeigt das Unternehmen eine gewisse finanzielle Stabilität. Dies spiegelt sich in der positiven Jahresentwicklung mit einem Zuwachs von 6,08 Prozent seit Jahresbeginn wider. Als potentiell positives Signal kann der Abstand von 22,76 Prozent zum 52-Wochen-Tief von 61,08 Euro (Januar 2025) gewertet werden, was auf eine gewisse Erholung hindeutet.
Die aktuelle Kursentwicklung liegt mit 2,32 Prozent leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 73,28 Euro, jedoch 7,47 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 81,03 Euro. Diese Kennzahlen, zusammen mit einem niedrigen RSI-Wert von 26,6, unterstreichen die herausfordernde Marktposition von Wacker Chemie in einem anspruchsvollen Branchenumfeld. Das Unternehmen bleibt jedoch agil und anpassungsfähig, um auf Veränderungen in der globalen Wirtschaft und die spezifischen Branchenbedingungen reagieren zu können.
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