Voestalpine Aktie: Miese Stimmung an Bord?

Der österreichische Stahlhersteller passt nach Ergebnisrückgang im dritten Quartal seine Strukturen in der deutschen Automobilsparte an und korrigiert Jahresprognose

Kurz zusammengefasst:
  • EBITDA fällt um 23,6% auf 968 Millionen
  • Jahresprognose auf 1,3 Milliarden Euro gesenkt
  • Umstrukturierung der deutschen Autosparte geplant
  • Aktie mit 2,15% Tagesverlust, aber 25% Jahresplus

Die Voestalpine-Aktie notiert aktuell bei 22,76 Euro, was einem Rückgang von 2,15 Prozent im Tagesvergleich entspricht. Der Stahlkonzern durchlebt derzeit eine herausfordernde Phase, die sich auch in der Wochenentwicklung mit einem Minus von 7,63 Prozent widerspiegelt. Trotz dieser jüngsten Rückschläge liegt die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Plus von 25,12 Prozent dennoch deutlich im positiven Bereich.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 musste Voestalpine einen erheblichen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBITDA) hinnehmen. Das EBITDA sank um 23,6 Prozent auf 968 Millionen Euro, wobei negative Sondereffekte diese Entwicklung maßgeblich beeinflussten. Der Umsatz erreichte 11,7 Milliarden Euro und liegt damit leicht unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2024/25 korrigierte das Management seine Erwartungen nach unten und prognostiziert nun ein EBITDA von etwa 1,3 Milliarden Euro statt der zuvor angestrebten 1,4 Milliarden Euro. Diese Anpassung berücksichtigt Sondereffekte in Höhe von rund 200 Millionen Euro.

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Neuausrichtung im Automobilsektor

Als Reaktion auf die sinkende Nachfrage und strukturelle Veränderungen in der europäischen Automobilindustrie leitet Voestalpine umfassende Reorganisationsmaßnahmen ein. Der Konzern plant eine Neustrukturierung seiner Automotive Components-Sparte in Deutschland, die unter anderem die Schließung eines Werks vorsieht. Die verbleibenden Standorte sollen sich künftig verstärkt auf Kerntechnologien konzentrieren. Mit dieser strategischen Anpassung zielt das Unternehmen darauf ab, seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und rund 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten.

Die negativen Sondereffekte, die das Jahresergebnis belasten, resultieren unter anderem aus dem Verkauf von Buderus Edelstahl sowie aus den laufenden Reorganisationsprojekten der Automotive Components-Standorte in Deutschland. Diese Maßnahmen spiegeln die Bemühungen des Unternehmens wider, auf anspruchsvolle Marktbedingungen zu reagieren und seine Position in einem zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld neu auszurichten. Die aktuelle Kursentwicklung der Aktie reflektiert die Unsicherheiten dieser Übergangsphase, wobei das Papier mit 33,41 Prozent deutlich über seinem 52-Wochen-Tief von 17,06 Euro liegt, das im Januar 2025 erreicht wurde.

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