TSMC Aktie: Erosion der Stabilität?
Der taiwanesische Halbleiterhersteller stärkt seinen globalen Einfluss mit neuen Produktionsanlagen in den USA trotz Personalengpässen und geopolitischen Spannungen.

- Umfangreiche Expansion in US-Chipproduktion geplant
- Verzögerungen im Arizona-Werk überwunden
- Fortschritte bei 2-Nanometer-Technologie
- Fachkräftemangel bremst Wachstumsambitionen
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) festigt seine Position in der Halbleiterindustrie durch bedeutende Investitionen und strategische Initiativen. Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen TSMCs Engagement, seine globale Präsenz auszubauen und gleichzeitig geopolitische und marktbezogene Herausforderungen zu bewältigen. Mit einem aktuellen Aktienkurs von 155,80 € verzeichnet das Unternehmen einen deutlichen Rückgang von 16,15% im letzten Monat und liegt damit 27,70% unter seinem 52-Wochen-Hoch von 215,50 €.
Am 27. März 2025 kündigte TSMC Pläne für zusätzliche Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar in US-amerikanische Produktionsanlagen an. Diese Initiative umfasst den Bau von drei neuen Chipfabriken, zwei fortschrittlichen Verpackungseinrichtungen und einem Forschungs- und Entwicklungszentrum in den Vereinigten Staaten. Das Projekt soll zwischen 20.000 und 25.000 gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen und die Kapazitäten der USA zur Produktion fortschrittlicher Halbleiter erweitern. Allerdings steht die Expansion vor Herausforderungen, darunter höhere Betriebskosten im Vergleich zu TSMCs Anlagen in Taiwan, was potenziell die Margen des Unternehmens beeinträchtigen könnte.
Produktionsherausforderungen und technologische Entwicklungen
TSMCs Vorstoß in die US-Fertigung ist mit anfänglichen Rückschlägen verbunden. Der Bau der Fab 21-Anlage nahe Phoenix, Arizona, verzeichnete Verzögerungen – das erste Modul benötigte fast fünf Jahre vom Spatenstich bis zur Produktion. Diese Verzögerungen werden auf Arbeitskräftemangel, steigende Kosten und kulturelle Unterschiede zwischen taiwanesischen und US-amerikanischen Mitarbeitern zurückgeführt. TSMC hat jedoch Maßnahmen ergriffen, indem zuverlässige lokale Auftragnehmer identifiziert und Bauprozesse optimiert wurden, um die Zeitpläne für zukünftige Module zu beschleunigen.
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Im Bereich der technologischen Fortschritte begann TSMC im Juli 2024 mit der Risikoerprobung seines 2-Nanometer-Prozesses, wobei die Massenproduktion für die zweite Hälfte des Jahres 2025 geplant ist. Diese Entwicklung unterstreicht TSMCs kontinuierliche Bemühungen, eine Führungsposition bei Halbleiterinnovationen einzunehmen.
Arbeitsmarkt- und geopolitische Faktoren
Die Expansion der Halbleiterproduktion in den USA steht vor personellen Herausforderungen. Studien schätzen einen Bedarf von 300.000 zusätzlichen Fachkräften, um laufende Fabprojekte abzuschließen, ohne neue Initiativen einzubeziehen. TSMC und andere Unternehmen berichten von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter, was zu Bauverzögerungen und potenziellen Auswirkungen auf Produktionszeitpläne führt. Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist entscheidend für die rechtzeitige Umsetzung von TSMCs US-Expansionsplänen.
Darüber hinaus beeinflussen geopolitische Spannungen die strategischen Entscheidungen von TSMC. Vorgeschlagene US-Zölle auf in Taiwan hergestellte Halbleiter zielen darauf ab, die inländische Produktion zu fördern, könnten jedoch zu erhöhten Kosten für Unternehmen wie Nvidia führen, die stark auf TSMC für KI-Chips angewiesen sind. Diese Entwicklungen verdeutlichen das komplexe Zusammenspiel zwischen internationaler Politik und der Halbleiter-Lieferkette. Die anhaltenden Herausforderungen spiegeln sich auch in der Kursentwicklung wider – seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 20,75%, obwohl sie im 12-Monats-Vergleich noch immer ein Plus von 23,45% aufweist.
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