Kurz zusammengefasst:
  • Operative Gewinne wachsen trotz Erlösrückgang
  • Drastische Kürzung der Aktionärsvergütung
  • Marktexperten bewerten Aussichten verhalten
  • Kurserholung seit Jahresanfang erkennbar

Die Südzucker AG konnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 trotz eines Umsatzrückgangs von 11 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro ihr operatives Ergebnis (EBITDA) um 19 Prozent auf 232 Millionen Euro steigern. Die Aktie notiert aktuell bei 11,61 Euro und liegt damit knapp 6 Prozent über dem Wert des Vormonats. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da der europäische Zuckermarkt weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist.

Den Erfolg bei der EBITDA-Steigerung kann der europäische Zuckerproduzent jedoch nicht in allen Finanzkennzahlen vorweisen. Aufgrund eines deutlichen Gewinnrückgangs im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Vorstand eine drastische Kürzung der Dividende von 0,90 Euro auf 0,20 Euro je Aktie vorgeschlagen. Diese Entscheidung verdeutlicht die komplexen Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist.

Analysten bleiben zurückhaltend

Trotz der positiven EBITDA-Entwicklung zeigen sich Marktbeobachter verhalten in ihren Einschätzungen. Der Analystenkonsens liegt derzeit bei „Underperform“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 11,08 Euro. Die Prognosen der Experten variieren dabei erheblich und reichen von 9,50 Euro bis 14,00 Euro, was die unterschiedlichen Einschätzungen zu den Zukunftsaussichten des Unternehmens widerspiegelt.

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Seit dem Jahrestief von 10,12 Euro Anfang Januar 2025 hat die Südzucker-Aktie eine positive Entwicklung vollzogen und um knapp 15 Prozent zugelegt. Aktuell notiert das Papier rund 6,7 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 10,89 Euro. Dennoch bleibt der Kurs mit einem Abstand von fast 19 Prozent deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 14,27 Euro, das im Juni 2024 erreicht wurde.

Herausforderungen im Zuckermarkt

Die aktuelle Situation bei Südzucker zeigt ein differenziertes Bild: Einerseits sprechen die verbesserten operativen Ergebnisse für eine erfolgreiche Optimierung interner Prozesse, andererseits deuten sowohl die Dividendenkürzung als auch die vorsichtigen Analystenprognosen auf anhaltende Schwierigkeiten im europäischen Zuckermarkt hin. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn zwar ein Plus von 9,43 Prozent, liegt jedoch im Jahresvergleich immer noch knapp 12 Prozent im Minus.

Die Kombination aus gesteigertem EBITDA und rückläufigem Umsatz unterstreicht die komplexe Marktlage, in der Südzucker operiert. Die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Quartalen wird zeigen, ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um nachhaltige Erfolge zu erzielen und die Skepsis der Analysten zu überwinden.

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