Siemens Energy Aktie: Trends auf dem Finanzmarkt beobachten
Der Energietechnikkonzern veräußert den Großteil seines Windkraftgeschäfts in Südasien und investiert gleichzeitig verstärkt in nukleare Energieprojekte mit strategischen Partnerschaften.

- Windkraftgeschäft in Südasien größtenteils veräußert
- Partnerschaft mit Rolls-Royce für Kernkraftkomponenten
- Millionenfinanzierung für Fusionsenergie-Startup
- Aktie korrigiert nach starker Jahresperformance
Siemens Energy hat den Verkauf von 90% seiner Windkraftaktivitäten in Indien und Sri Lanka an ein von TPG geführtes Investorenkonsortium beschlossen. Die Aktie des Energietechnikkonzerns schloss am Freitag bei 55,34 Euro und verzeichnete damit einen Tagesverlust von 4,52%. Auf Wochensicht fiel der Kurs um 10,34%, was teilweise die deutliche Kursrallye der vergangenen zwölf Monate korrigiert, in denen die Aktie um beeindruckende 225,24% zulegen konnte.
Der Verkauf des indischen Windkraftgeschäfts umfasst die Übertragung von etwa 1.000 Mitarbeitern und zwei Produktionsstätten, während rund 1.200 lokale Mitarbeiter bei Siemens Energy verbleiben. Trotz eines beachtlichen Marktanteils von 30% in Indien und einer installierten Basis von nahezu 10 Gigawatt hat sich die Konzerntochter Siemens Gamesa für diesen Schritt entschieden. Die Transaktion steht im Einklang mit der Strategie des Konzerns, sich auf Kernmärkte zu konzentrieren und die Wettbewerbsfähigkeit in einem intensiven Marktumfeld zu verbessern.
Expansion in den Nuklearsektor
Parallel zum Rückzug aus dem indischen Windmarkt verstärkt Siemens Energy sein Engagement im Nuklearsektor durch zwei bedeutende Partnerschaften. Mit Rolls-Royce SMR wurde eine Vereinbarung getroffen, die Siemens Energy zum exklusiven Lieferanten von Dampfturbinen, Generatoren und weiteren Hilfssystemen für die geplanten Generation-3+-modularen Kernkraftwerke von Rolls-Royce macht. Der endgültige Vertrag soll bis Ende 2025 abgeschlossen werden.
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Zudem investiert der Konzern gemeinsam mit weiteren Partnern 113 Millionen Euro in das deutsche Start-up Marvel Fusion, das eine innovative laserbasierte Kernfusionstechnologie entwickelt. Mit dieser Finanzierung soll die Entwicklung eines Prototyps bis 2032 und eines kommerziellen Kernkraftwerks bis 2036 vorangetrieben werden. Dieses Engagement unterstreicht die Absicht des Unternehmens, sein Portfolio um zukunftsweisende, kohlenstofffreie Energietechnologien zu erweitern.
Veränderte Aktionärsstruktur und Analystenbewertung
In der Aktionärsstruktur gab es ebenfalls Bewegung: Goldman Sachs hat kürzlich seine Stimmrechtsanteile an Siemens Energy angepasst. Gleichzeitig hat die Deutsche Bank das Kursziel für den Energietechnikkonzern auf 68 Euro angehoben, was Zuversicht bezüglich der Marktpositionierung des Unternehmens im Kontext der globalen Energiewende signalisiert.
Obwohl die Aktie derzeit 13,12% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 63,70 Euro liegt, das erst im Februar 2025 erreicht wurde, deutet der Abstand von 35,96% zum 200-Tage-Durchschnitt auf einen intakten langfristigen Aufwärtstrend hin. Die strategische Neuausrichtung des Konzerns mit Fokus auf Kernmärkte und zukunftsorientierte Energietechnologien spiegelt die Anpassung an die sich wandelnden Marktbedingungen im globalen Energiesektor wider.
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