Rio Tinto Aktie: Verwirrung im Spiel?

Der Bergbaukonzern investiert 150 Millionen AUD in lokale Produktion von Eisenbahnwaggons für Erztransporte und verstärkt gleichzeitig Zusammenarbeit mit heimischen Zulieferern.

Kurz zusammengefasst:
  • Lokale Waggonproduktion mit Millionen-Investment
  • Erhöhte Ausgaben bei australischen Zulieferern
  • Wachsende chinesische Beteiligung am Unternehmen
  • Neue Entschädigungsrichtlinien für FIFO-Arbeiter

Rio Tinto hat mit der Produktion seiner ersten in Westaustralien hergestellten Eisenbahnwaggons für den Eisenerztransport begonnen. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit Gemco Rail und CRRC Qiqihar Rolling Stock Co. Ltd durchgeführt wird, umfasst Investitionen von rund 150 Millionen australischen Dollar für die Beschaffung von 100 lokal gefertigten Waggons. Der Aktienkurs des Unternehmens sackte heute um 6,20 Prozent auf 50,08 Euro ab und erreichte damit sein 52-Wochen-Tief.

Die ersten 40 Waggons werden derzeit in der Gemco-Anlage in Forrestfield bei Perth produziert. Weitere 60 Einheiten sollen später im Jahr in einer neuen Fertigungswerkstatt in Karratha gebaut werden. Diese Initiative zielt darauf ab, die lokalen Fertigungskapazitäten zu stärken und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

Rio Tinto hat seine Ausgaben bei australischen Zulieferern im Jahr 2024 auf über 17,7 Milliarden australische Dollar erhöht, was einem Anstieg von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Ausgaben umfassten mehr als 6.000 Lieferanten im ganzen Land, mit einem besonderen Schwerpunkt auf indigenen Unternehmen. Die Ausgaben in diesem Sektor stiegen auf 926 Millionen australische Dollar, wovon 182 Unternehmen in indigenem Besitz profitierten – ein Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zu 2023. Konkret wurden 671 Millionen australische Dollar für Unternehmen der traditionellen Landbesitzer bereitgestellt, die an Landnutzungsvereinbarungen beteiligt sind.

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Aktionärsentscheidungen und steigende chinesische Beteiligung

Bei der jüngsten Hauptversammlung am 3. April 2025 stimmten die Aktionäre von Rio Tinto plc über mehrere Beschlüsse ab. Bemerkenswert ist, dass der Beschluss zur Ermächtigung zum Rückkauf von Rio Tinto plc-Aktien 79,08 Prozent Zustimmung erhielt. Das Unternehmen stellte fest, dass Shining Prospect, eine Tochtergesellschaft der Aluminium Corporation of China (Chinalco), gegen diesen Beschluss stimmte. Der Anteil von Chinalco hat inzwischen 14 Prozent überschritten und nähert sich damit der Schwelle von 14,99 Prozent, die mit der australischen Regierung während der anfänglichen Investition in Rio Tinto vereinbart wurde.

Als Reaktion auf Mitarbeiterfeedback und Gewerkschaftsverhandlungen hat Rio Tinto seine Entschädigungsrichtlinie für Flugverspätungen bei Fly-In, Fly-Out (FIFO)-Arbeitern im Paraburdoo-Projekt in der Pilbara-Region Westaustraliens überarbeitet. Die neue Richtlinie bietet eine Entschädigung von 500 australischen Dollar für Flugverspätungen von mehr als vier Stunden und 1.000 australische Dollar für Verspätungen von über 12 Stunden. Diese Änderung erfolgt nach einer Petition, die von über 400 Arbeitern unterzeichnet wurde, die zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten Tarifverhandlungen einleiten möchten. Die Petition wird derzeit von der Fair Work Commission geprüft.

Die Kursentwicklung von Rio Tinto zeigt mit einem Rückgang von 15,51 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage eine anhaltend negative Tendenz. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie einen Verlust von 13,01 Prozent und liegt damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 59,10 Euro.

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