Kurz zusammengefasst:
  • Aktie verliert 15% innerhalb eines Monats
  • FBI untersucht mutmaßliche Datenschutzvorfälle
  • Cloud-Umsatz steigt um 10%
  • Strategische Partnerschaften mit Tech-Giganten

Oracle steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen im Bereich der Datensicherheit, während die Aktie deutlich unter Druck geraten ist. Der Kurs schloss gestern bei 131,58 Euro und verzeichnete damit einen Monatsverlust von fast 15 Prozent. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste bereits auf über 18 Prozent.

Aktuelle Berichte haben Bedenken bezüglich möglicher Datenschutzverletzungen bei der Oracle-Gesundheitstochter Oracle Health ausgelöst. Bei den mutmaßlichen Vorfällen wurden sensible Patientendaten exponiert, was zu Erpressungsversuchen gegen mehrere medizinische Einrichtungen in den USA geführt haben soll. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) untersucht offenbar diese Vorfälle. Trotz zunehmender Hinweise hat Oracle diese Datenschutzverletzungen öffentlich dementiert und erklärt, dass keine Oracle Cloud-Kunden Datenverluste erlitten hätten.

Finanzielle Aussichten und Marktposition

Die Ergebnisse des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2025, die am 10. März 2025 veröffentlicht wurden, zeigten einen Gesamtumsatz von 14,1 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Umsätze aus Cloud-Diensten und Lizenzunterstützung stiegen um 10 Prozent auf 11,0 Milliarden US-Dollar. Allerdings gingen die Umsätze mit Cloud-Lizenzen und On-Premise-Lizenzen um 10 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar zurück. CEO Safra Catz betonte, dass das Unternehmen im Quartal Verkaufsverträge im Wert von über 48 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat, wodurch die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) um 63 Prozent auf über 130 Milliarden US-Dollar gestiegen sind.

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Oracle hat trotz der aktuellen Herausforderungen seine Marktposition durch bedeutende Cloud-Vereinbarungen mit führenden Technologieunternehmen wie OpenAI, xAI, Meta, NVIDIA und AMD gestärkt. Diese Partnerschaften dürften im kommenden Geschäftsjahr zu Umsatzwachstum führen. Die Aktie hat mit einem 52-Wochen-Tief von 106,58 Euro bereits im April einen Tiefpunkt erreicht, liegt aber immer noch fast 29 Prozent unter ihrem Höchststand vom November letzten Jahres.

Analysten-Perspektiven

Die Meinungen der Analysten zu Oracle sind gemischt. Einige weisen darauf hin, dass die Aktie zwar attraktiv erscheint, aber auch volatil ist, was Anlageentscheidungen komplex macht. Mit einer 30-Tage-Volatilität von knapp 47 Prozent und einem RSI-Wert von 44,3 spiegelt sich diese Einschätzung in den technischen Kennzahlen wider. Der Aktienkurs liegt derzeit fast 15 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und mehr als 12 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt, was auf einen anhaltenden Abwärtstrend hindeutet.

Oracle navigiert durch eine komplexe Landschaft, in der erhebliche Wachstumschancen und ernsthafte Herausforderungen im Bereich der Datensicherheit gleichermaßen präsent sind. Trotz des Kursrückgangs in diesem Jahr verzeichnet die Aktie auf Zwölfmonatssicht noch immer ein Plus von knapp 14 Prozent.

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