Kurz zusammengefasst:
  • Technische Probleme in Altonorte-Schmelze
  • Raffinerie-Übernahme in Asien
  • Reduzierte Kohleförderung in Kolumbien
  • Investitionen in umweltfreundliche Kraftstoffe

Die Glencore-Aktie verzeichnete am Dienstag einen Schlusskurs von 3,41 Euro und bewegt sich damit gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 3,40 Euro, das erst gestern erreicht wurde. Mit einem Jahresverlust von 22,02% und einem Rückgang von 35,08% im Zwölfmonatsvergleich steht der Rohstoffkonzern unter erheblichem Druck an den Finanzmärkten.

Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern hat die Force-Majeure-Klausel für Kupferlieferungen aus seiner Altonorte-Schmelze in Chile aktiviert. Die Maßnahme erfolgte aufgrund von technischen Problemen mit dem Schmelzofen und unterstreicht die aktuellen operativen Herausforderungen des Unternehmens. Diese Komplikation trifft Glencore in einer Phase, in der Kupfer- und Zinkschmelzen generell mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind, wie Bloomberg kürzlich berichtete. Ein wesentlicher Faktor für diese Problematik liegt in den erhöhten Produktionskapazitäten Chinas, die die Gebühren negativ beeinflussen und die Rentabilität der Schmelzanlagen insgesamt verringern.

Strategische Neuausrichtungen im Portfolio

Shell hat den Verkauf seiner Raffinerie und der zugehörigen Vermögenswerte in Singapur an ein Joint Venture zwischen Chandra Asri und Glencore abgeschlossen. Diese Transaktion, deren finanzielle Details nicht veröffentlicht wurden, stärkt die strategische Positionierung beider Unternehmen im asiatischen Markt. Gleichzeitig reduziert Glencore seine Kohleproduktion in der kolumbianischen Cerrejon-Mine um 5 bis 10 Millionen Tonnen – eine Entscheidung, die darauf abzielt, dem anhaltenden Preisverfall auf dem Kohlemarkt entgegenzuwirken und zur Marktstabilität beizutragen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Glencore?

Investitionen in umweltfreundlichere Technologien

Parallel zu den Produktionskürzungen im traditionellen Kohlesegment verstärkt Glencore sein Engagement im Bereich sauberer Energien. Astron Energy, eine Tochtergesellschaft des Konzerns, hat Investitionen von bis zu sechs Milliarden Rand (rund 328 Millionen US-Dollar) angekündigt, um die südafrikanischen Raffinerien des Unternehmens bis 2027 auf umweltfreundlichere Kraftstoffe umzustellen. Diese Maßnahme reflektiert den wachsenden Druck auf Rohstoffunternehmen, ihre Geschäftsmodelle an strengere Umweltstandards anzupassen.

Die aktuellen operativen Herausforderungen spiegeln sich deutlich in der technischen Bewertung der Aktie wider, die mit einem Abstand von 25,92% unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 4,60 Euro notiert. Der deutliche Abwärtstrend zeigt sich auch in der Differenz zum 50-Tage-Durchschnitt, die bei -13,77% liegt. Die jüngsten strategischen Entscheidungen – von Produktionsanpassungen über Joint Ventures bis hin zu Umweltinvestitionen – verdeutlichen Glencores Bemühungen, auf die volatilen Marktbedingungen zu reagieren und langfristige Stabilität zurückzugewinnen.

Glencore-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Glencore-Analyse vom 3. April liefert die Antwort:

Die neusten Glencore-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Glencore-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Glencore: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




Weitere Artikel zu Glencore