Kurz zusammengefasst:
  • Aktienwert sinkt unter 50-Tage-Linie
  • Widersprüchliche Angaben zur MAX-Produktion
  • Analysten mit unterschiedlichen Zukunftserwartungen
  • Hohe Volatilität bei überkauftem RSI-Wert

Boeing verzeichnete in jüngster Zeit erhebliche Kursschwankungen. Die Aktie schloss gestern bei 155,90 Euro und hat in der vergangenen Woche mehr als 6 Prozent an Wert verloren. Damit liegt der Kurs nicht nur mehr als 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 179,24 Euro, sondern auch deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt, was auf einen anhaltenden Abwärtstrend hindeutet.

Am 31. März gab Boeing einen Auftrag über 50 Flugzeuge des Typs 737 MAX vom Flugzeugvermieter BOC Aviation bekannt. Dieser Auftrag ergänzt den bestehenden Auftragsbestand von nahezu 6.200 unerledigten Bestellungen. Trotz dieser positiven Nachricht gab der Aktienkurs an diesem Tag nach, während wichtige Indizes wie der S&P 500 und der Dow Jones Industrial Average Gewinne verzeichneten. Dies verdeutlicht die komplexen Faktoren, die den Aktienkurs von Boeing beeinflussen.

Produktionsprobleme und widersprüchliche Berichte

Erschwerend kamen Berichte hinzu, die auf Schwankungen in der Produktionsrate der 737 MAX hindeuten. Eine Branchenpublikation behauptete, die Produktion habe eine Rate von 38 Flugzeugen pro Monat erreicht, sei jedoch später aufgrund von Verzögerungen bei Tragflächensystemkomponenten auf 31 gesunken. Boeing widersprach diesen Behauptungen und erklärte, die Produktionsraten seien in diesem Jahr nicht gesunken und hätten auch nicht 38 Einheiten pro Monat erreicht.

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Die aktuellen Schwankungen spiegeln sich auch im technischen RSI-Wert von 93,0 wider, was auf eine deutliche Überkauftheit der Aktie hindeutet. Mit einer 30-Tage-Volatilität von über 47 Prozent bewegt sich der Titel in einem sehr unruhigen Umfeld, was die gegenwärtige Unsicherheit der Anleger bezüglich der zukünftigen Entwicklung verdeutlicht.

Gespaltene Analystenmeinungen

Analysten sind hinsichtlich der Aussichten für Boeing geteilter Meinung. Wells Fargo behält seine Untergewichtung der Aktie bei und verweist auf Bedenken bezüglich der Generierung von freiem Cashflow und Produktionsherausforderungen. Im Gegensatz dazu zeigen sich Analysten von Citi optimistisch und betonen das langfristige Potenzial von Boeing sowie die Möglichkeit eines positiven freien Cashflows in den kommenden Jahren.

Besonders bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass der Aktienkurs trotz des Jahresrückgangs von fast 7 Prozent immer noch knapp 19 Prozent über dem 52-Wochen-Tief liegt. Dies deutet darauf hin, dass der Markt trotz kurzfristiger Herausforderungen ein gewisses langfristiges Vertrauen in das Unternehmen bewahrt. Anleger beobachten nun aufmerksam, wie Boeing mit seinen Produktionsproblemen umgeht und sich an die sich ändernden Marktbedingungen anpasst.

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