BioNTech Aktie: Knirschen im Getriebe?
Der Mainzer Impfstoffhersteller verzeichnet deutliche Kursrückgänge und plant Stellenabbau bei gleichzeitiger Neueinstellung. Umsatzprognose unter Expertenerwartungen.

- Aktienkurs deutlich unter Vorjahresniveau
- Umsatzerwartungen niedriger als Analystenprognosen
- Umfassende Personalumstrukturierung geplant
- Patententscheidung stärkt Konkurrent CureVac
Die BioNTech-Aktie notiert derzeit bei 88,35 € und liegt damit fast 19% unter dem Niveau des Vormonats. Mit einem Abstand von über 28% zum 52-Wochen-Hoch von 122,80 € aus dem Januar 2025 und einem Minus von mehr als 21% seit Jahresbeginn zeigt sich die deutliche Korrektur der letzten Monate.
In den vergangenen Tagen verzeichnete das Papier des Biotechnologieunternehmens erhebliche Kursschwankungen. Ende März verloren die BioNTech-Anteile zunächst 3,6%, erholten sich jedoch in der folgenden Handelssitzung um 5,5% und beendeten damit eine zweitägige Verlustserie. Die deutlichen Kursbewegungen erfolgten parallel zu moderaten Gewinnen bei wichtigen Marktindizes wie dem S&P 500 und dem Dow Jones Industrial Average.
Finanzprognose und Unternehmensumbau
BioNTech prognostiziert für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro. Diese Schätzung liegt sowohl unter dem 2024 erreichten Wert von 2,75 Milliarden Euro als auch unter den Analystenerwartungen von 2,4 Milliarden Euro. Als Gründe für den Rückgang nennt das Unternehmen erwartete Lagerbestandsabschreibungen bei Partnerunternehmen Pfizer sowie stabile Impfraten.
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Parallel dazu plant BioNTech umfassende strukturelle Änderungen. Bis 2027 sollen 950 bis 1.350 Vollzeitstellen abgebaut werden, darunter Positionen am mRNA-Produktionsstandort Marburg sowie im Forschungsbereich. Gleichzeitig plant das Unternehmen die Schaffung von 800 bis 1.200 neuen Stellen, vor allem an einer neuen mRNA-Immuntherapie-Anlage in Mainz sowie durch die Übernahme von Biotheus. Diese Maßnahmen sollen die Gesamtmitarbeiterzahl über die nächsten drei Jahre relativ stabil halten.
Rechtliche Entwicklungen im mRNA-Sektor
Ende März bestätigte das Europäische Patentgericht die Gültigkeit eines wichtigen Patents des BioNTech-Konkurrenten CureVac. Diese Entscheidung führte zu einem 13-prozentigen Anstieg des CureVac-Aktienkurses im nachbörslichen Handel. Das betreffende Patent ist zentral für die mRNA-Technologie von CureVac und Gegenstand einer Auseinandersetzung zwischen beiden Unternehmen. Die langfristigen Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Wettbewerbsposition von BioNTech im mRNA-Bereich bleiben abzuwarten.
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