BioNTech Aktie: Kein klarer Weg in Sicht?
Der Mainzer Impfstoffhersteller navigiert durch FDA-Studienunterbrechung und präsentiert gleichzeitig erfolgversprechende Daten zum neuen Lungenkrebsmedikament.

- Kursverlust von 22% im Vormonat
- Vielversprechende Daten zum Lungenkrebs-Antikörper
- Personalumstrukturierung bis 2027 geplant
- Fokus auf personalisierte Krebsimmuntherapien
BioNTech SE kämpft derzeit mit diversen Herausforderungen, die sich deutlich auf die Aktienentwicklung auswirken. Mit einem aktuellen Kurs von 83,15 Euro verzeichnet das Papier einen erheblichen Rückgang von 22 Prozent im letzten Monat und liegt mehr als 26 Prozent unter dem Jahresanfangswert.
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine klinische Studie zu BioNTechs mRNA-basiertem Malaria-Impfstoff BNT165e vorübergehend gestoppt. Das Unternehmen arbeitet nun eng mit der FDA zusammen, um die spezifischen Bedenken zu klären und die nächsten Entwicklungsschritte für den Impfstoff zu bestimmen.
Gleichzeitig konnte BioNTech auf dem European Lung Cancer Congress (ELCC) vielversprechende Daten zum PD-L1/VEGF-bispezifischen Antikörper BNT327 vorstellen. In einer Phase-II-Studie mit Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) in der Erstlinienbehandlung erreichte BNT327 eine bestätigte Gesamtansprechrate von 85 Prozent. Diese Rate übertrifft die Wirksamkeit von Roches PD-L1-Inhibitor Tecentriq, der in ähnlichen Studien lediglich eine Ansprechrate von 60 Prozent zeigte. Allerdings wurde bei 86 Prozent der Patienten ein hohes Aufkommen behandlungsbedingter Nebenwirkungen des Grades 3 oder höher beobachtet. Das Unternehmen plant weitere Studien, um diese Ergebnisse außerhalb Chinas zu validieren.
Portfolioerweiterung und konservative Prognose
Im November 2024 erweiterte BioNTech sein Onkologie-Portfolio durch die Übernahme des chinesischen Unternehmens Biotheus. Diese Akquisition sichert BioNTech die weltweiten Rechte am bispezifischen Antikörperkandidaten BNT327 und soll die Position des Unternehmens in der Krebsimmuntherapie stärken. Die Transaktion hat einen Wert von 800 Millionen US-Dollar mit potenziellen Meilensteinzahlungen von bis zu 150 Millionen US-Dollar und soll im ersten Quartal 2025 abgeschlossen werden.
Für das laufende Geschäftsjahr hat BioNTech eine eher konservative Umsatzprognose veröffentlicht. Das Unternehmen erwartet Einnahmen zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro, was unter den 2,75 Milliarden Euro des Vorjahres und unter den Analystenerwartungen liegt. Als Gründe werden voraussichtliche Bestandsabschreibungen beim Partner Pfizer sowie stabile Impfraten genannt.
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Neuausrichtung der Personalstruktur und strategischer Fokus
BioNTech plant bis 2027 eine Reduzierung von 950 bis 1.350 Vollzeitstellen, hauptsächlich am mRNA-Produktionsstandort in Marburg und in Forschungseinrichtungen. Parallel dazu sollen 800 bis 1.200 neue Positionen geschaffen werden, insbesondere in einer neuen mRNA-Immuntherapieanlage in Mainz und durch die Übernahme von Biotheus.
Das Unternehmen konzentriert seine Strategie weiterhin auf mRNA-Technologie zur Entwicklung personalisierter Krebsimpfstoffe wie Autogene Cevumeran. Diese individualisierte Therapie soll das Immunsystem stimulieren, spezifische Tumormutationen anzugreifen und könnte potenzielle Fortschritte in der Krebsbehandlung ermöglichen. Obwohl frühe Studienphasen vielversprechende Ergebnisse zeigen, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um Wirksamkeit und Sicherheit dieser Behandlungen vollständig nachzuweisen.
Die Analysten äußern sich derzeit gemischt zu BioNTechs Zukunftsaussichten. Im letzten Quartal gaben sechs Analysten Bewertungen ab, wobei vier optimistische und zwei verhalten optimistische Einschätzungen vorlagen. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 152,57 US-Dollar, was auf vorsichtigen Optimismus hindeutet.
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