Kurz zusammengefasst:
  • Wochenverlust beträgt mehr als 5 Prozent
  • Finanzieller Druck durch anhaltende Rechtsstreitigkeiten
  • Aufwärtstrend könnte laut Experten kippen
  • Jahreshauptversammlung Ende April entscheidend

Die Bayer-Aktie ist in eine schwierige Phase gekommen. Der Titel verlor zum Ende der Woche zwar nur -0,09% verloren. Insgesamt aber hat der Titel mehr als -5,3 % in einer Woche verloren. Auch das ist nicht dramatisch. Nur haben die Börsen offenbar Sorge davor, dass jetzt Geld fehlen könnte. Die Notierungen leiden darunter, dass der Glyphosat-Prozess noch nicht beendet ist.

  • Jetzt kann es aus Sicht von Analysten zwar noch nicht so eng werden, allerdings nach Ansicht von Marktbeobachtern. Der Titel steht kurz davor, die Aufwärtstrendsignale wieder zu kippen. Es kommt auch auf die Jahreshauptversammlung am 25.4. an. Bei der wird es einen wirtschaftlichen Beschluss geben, der relevant ist.

Alles nicht so dramatisch?

Ganz konkret: Ein Gericht in Georgia hat Bayer zur Zahlung von 2,1 Milliarden US-Dollar verurteilt – ein weiterer Rückschlag in der andauernden Glyphosat-Rechtsstreitkette. Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern muss einem Kläger 65 Millionen Dollar Schadenersatz sowie 2 Milliarden Dollar Strafschadenersatz zahlen, da der Wirkstoff Glyphosat im Unkrautvernichtungsmittel Roundup nach Auffassung des Gerichts für dessen Krebserkrankung mitverantwortlich ist.

Das ist ein weiterer Punkt der Glyphosat-Kette. Die Übernahme des US-Unternehmens Monsanto im Jahr 2018 entwickelt sich zunehmend zu einem finanziellen Albtraum für Bayer. Der Kaufpreis von 63 Milliarden Dollar wurde seinerzeit kritisch beäugt, insbesondere da bereits wissenschaftliche Indizien auf mögliche karzinogene Eigenschaften von Glyphosat bei Säugetieren hinwiesen. Die damalige Konzernführung unterschätzte offenbar die rechtlichen Risiken erheblich. Mittlerweile hat Bayer etwa 15 Milliarden US-Dollar für juristische Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Glyphosat aufgewendet – eine Summe, die weiter steigen könnte. Es gibt noch offene Verahren.

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Marktexperten bewerten das jüngste Urteil dennoch differenziert. James Quigley von Goldman Sachs bezeichnet es als „enttäuschend“, hebt aber hervor, dass neue Gesetze im Bundesstaat Georgia zukünftige ähnliche Klagen erschweren könnten. Er hält an seiner neutralen Bewertung der Bayer-Aktie fest und prognostiziert weiterhin ein Kursziel von 29 Euro.

Richard Vosser von JPMorgan rechnet damit, dass Bayer gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Er warnt zwar, dass dieser Richterspruch weitere Kläger motivieren könnte, sieht jedoch keine fundamentale Verschlechterung der Gesamtsituation für den Konzern. Vosser betont die Strategie Bayers, eine abschließende Klärung der Glyphosat-Problematik vor dem Obersten Gerichtshof der USA anzustreben.

Insgesamt sehen Analysten noch ein Kursziel bei ca. 27,50 Euro.

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