Die Amazon-Aktie steht unter erheblichem Druck und ist im Tagesverlauf um 3,22 Prozent auf 156,24 Euro gefallen. Die negative Entwicklung setzt sich damit fort – innerhalb der letzten 30 Tage verlor das Papier bereits 19 Prozent an Wert. Auslöser der aktuellen Kursschwäche sind vor allem die jüngsten Quartalszahlen, die deutliche Schwächen im strategisch wichtigen Cloud-Geschäft offenbaren.
AWS, die Cloud-Sparte von Amazon, verzeichnete im ersten Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Diese Entwicklung kam für viele Marktbeobachter überraschend, da das Cloud-Segment in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen war und als wichtiger Wachstumstreiber für den Gesamtkonzern galt. Der Rückgang wird hauptsächlich auf verstärkten Wettbewerb durch Microsoft Azure und Google Cloud zurückgeführt, die beide im selben Zeitraum zweistellige Wachstumsraten verzeichneten.
Die operative Marge von AWS sank auf 21,4 Prozent, was einen Rückgang von 4,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Finanzvorstand Brian Olsavsky erklärte während der Analystenkonferenz, dass erhöhte Investitionen in KI-Infrastruktur sowie Preissenkungen als Reaktion auf den Wettbewerbsdruck die Rentabilität belastet hätten. Er kündigte an, dass Amazon die Investitionen in diesem Bereich trotz der Herausforderungen fortsetzen werde, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
E-Commerce-Segmente zeigen gemischte Ergebnisse
Die nordamerikanischen E-Commerce-Aktivitäten entwickelten sich positiv mit einem Umsatzwachstum von 5,2 Prozent, während das internationale E-Commerce-Geschäft einen leichten Rückgang von 1,8 Prozent verzeichnete. Der Gesamtumsatz stieg um moderate 3,1 Prozent auf 143,2 Milliarden Dollar, blieb damit jedoch deutlich hinter den Analystenschätzungen von 147,8 Milliarden Dollar zurück.
Amazons Werbegeschäft erwies sich als Lichtblick mit einem Umsatzanstieg von 14,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Dies unterstreicht den erfolgreichen Ausbau der digitalen Werbeplattformen innerhalb des Ökosystems. Dennoch reichte diese positive Entwicklung nicht aus, um die Schwächen in anderen Geschäftsbereichen auszugleichen.
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Ausblick und strategische Neuausrichtung
Amazon hat seine Prognose für das laufende Quartal nach unten korrigiert und erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 Prozent. Diese Anpassung liegt deutlich unter der ursprünglichen Markterwartung von 6,5 Prozent. CEO Andy Jassy kündigte umfassende Maßnahmen zur Stärkung der Cloud-Sparte an, darunter zusätzliche Investitionen in spezialisierte KI-Dienste sowie neue Preismodelle für Unternehmenskunden.
Die Aktie steht mit dem aktuellen Kurs von 156,24 Euro deutlich unter Druck und notiert 33 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 233,20 Euro, das Anfang Februar erreicht wurde. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf mehr als 27 Prozent, was die wachsende Skepsis der Anleger hinsichtlich Amazons mittelfristiger Wachstumsperspektiven widerspiegelt.
Während das Unternehmen an seiner langfristigen Strategie festhält, die hauseigene KI-Technologie in alle Geschäftsbereiche zu integrieren, bleibt abzuwarten, ob diese Investitionen ausreichen werden, um die verlorenen Marktanteile im Cloud-Segment zurückzugewinnen und das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.
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